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Mietwagen Italien

Ob das Land der Geschichte oder Ende des Atolls, Italien ist so facettenreich wie kaum ein anderes Land auf dem europäischen Kontinent. Als Stiefel wird Italien im Norden von den Alpen gesäumt, ragt mit der Fußspitze bis ins südlichste Mittelmeer und ist mit dem Unterschenkel in die Adria getaucht.

Diese Prominente Lage im Herzen des alten Europas ist nicht zuletzt für die Blüte des römischen Reiches, die sich nicht nur über das alte Griechenland stülpte, sondern auch den europäischen Westen bis hin zum heutigen Deutschland umspannte. Während damals noch alle Straßen nach Rom führten und die Macht des Stadtstaates Rom unhaltbar ausbreitete, findet sich der Tourist im heutigen Rom eher im Verkehrschaos wieder, was vor allem auf die historisch gewachsene Stadtform zurückzuführen ist, sich aber auch am südländischen Temperament festzumachen lässt.

Jedenfalls ist die zunehmende Beliebtheit des Flughafen Fuimicino nahe Roms mitunter auch auf die Situation auf den Straßen Italiens zurückzuführen. Ein anderer Grund dafür ist der steigende Erfolg von den so genannten Billigfliegern, die täglich den Terminal AA des Flughafens Fuimicino anfliegen. Allerdings finden sich auch alteingesessene Fluglinien wie Lufthansa, Air France und Iberia auf dem Flughafengelände. Für Überseeflüge vom und zum Flughafen Fuimicino ist der Terminal C zuständig, was sich an internationalen Fluggesellschaften wie US Airways, Air China und Air Canada ablesen lässt.

Die historische Prägung Roms zeigt sich in erster Linie am ehrwürdigen Kolosseum, das unzählige Postkarten, Briefmarken, Souvenirtassen, -T-Shirts und -skulpturen schmückt. Aber auch der stadtinterne Vatikanstaat gibt Rom ein unvergleichliches Ambiente, das Städte wie Mailand, Olbia oder Bari trotz ihrer faszinierenden Kulturschätze in den Augen vieler Besucher nicht erreichen können. Allerdings locken diese Ableger des Römischen Reiches auf je eigene Weise mit ihrem unbescheidenen Charme.

Bari erlebte seine Blütezeit etwas später als das alte Rom. Vor allem im zwölften Jahrhundert entstanden hier einzigartige Bauwerke, die noch bis heute erhalten sind und jährlich vielfach photographiert werden. Dazu gehören die Kirche San Nicola, die Kathedrale von San Sabino und auch das Kastell, das auf normannischen Ursprüngen ruht. Ungeachtet ihres griechischen Ursprungs liegt die Stadt Bari mitten im Absatz des italienischen Stiefels, nicht weit der Adria im Norden und dem Mittelmeer im Süden.

Ganz auf der Mittelmeerseite Italiens befindet sich hingegen Sizilien, die Insel, die wie ein Fußball von der Vorderseite des Stiefels gekickt wird. Ihre Hauptstadt Palermo ist vor allem in den letzten Jahrhunderten durch die wachsende Mafia bekannt geworden. Für das touristische Auge bleibt diese jedoch im Allgemeinen verborgen. Hingegen gewinnen die antiken Züge die Oberhand. Dazu gehört vor allem der Concordiatempel in Agrigent, wo sich zudem auch viele andere archäologische Stätten finden. Hier stößt der suchende Blick auf hellenistische Züge, die sich in einer Vielzahl von Tempeln und ausgegrabenen Ruinen zeigen und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Anders als Palermo hat Mailand in den Augen der Öffentlichkeit kaum etwas mit der Mafia zu tun. Stattdessen überzieht die Stadt ein modisches Kleid. Denn die exklusivsten Modeerzeuger sind in Mailand zu Hause. Allerdings erschöpft sich Mailand nicht in vorüberziehenden Moden, sondern birgt auch beständige Facetten. Hervorstechend ist dabei der Mailänder Dom, mit dessen Bau bereits im 14. Jahrhundert begonnen wurde, der jedoch erst im 19. Jahrhundert fertig gestellt wurde. Ähnlich lang anhaltend ist auch die Beliebtheit des AC Mailand, der als einer von Italiens erfolgreichsten Fußballteams den Mailänder Weltruhm stärkt.

Sowohl im Hinblick auf die Vorurteile als auch kulturell-geographisch liegt Neapel im Gegensatz zu Mailand viel näher an Palermo. Einerseits scheuen viele Touristen Neapel wie Palermo wegen der Gerüchte über hohe Kriminalitätsraten. Andererseits strömen aber auch viele Touristen wegen der Kultur- und Naturschätze von Neapel und Palermo in beide Städte. Während in Neapel der Vesuv und die Bucht von Neapel für einen Augenschmaus sorgen, so sind es in Palermo der Berg Pellegrino und der Berg Catalfano, die von dem Golf von Palermo umspült werden. Die kulturellen Züge von Neapel und Palermo zeigen sich hingegen zum Beispiel in der Form von Festungen. Darunter befinden sich etwa die Eierfestung von Neapel und das Normannenschloss La Zisa von Palermo.

Auch Kirchen schmücken die Gegenden beider Städte. Wie auch an den anderen Bauwerken der Städte auffällt, sind diese jedoch durch einen je spezifischen Stil geprägt. Ähnliche Unterschiede bieten sich den Besuchern bei den Kirchen von Olbia. Die Wurzeln dieser Kirchen lassen sich allerdings nur bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Aber auch Olbia ist von einem gleichnamigen Golf, den Golf von Olbia umspült. Zudem ist Olbia als Herberge eines Flughafens, den auch viele Billigflieger anfliegen, das Tor zu Sardinien. Viele Urlauber landen in Olbia, um mit dem Zug oder einem Mietwagen zu den touristisch attraktiveren Gegenden der Insel weiterzureisen.

Wiederum weiter entfernt von Olbia, dafür aber als Tor zu Süditalien im Allgemeinen und Sizilien im Besonderen in der Funktion ähnlich, liegt Lamezia auf der Fußspitze des italienischen Stiefels. Hier befindet sich der Flughafen Lamezia Terme, auf dem internationale Maschinen landen. Trotz seiner ansonsten blühenden Unbekanntheit birgt Lamezia doch einen historischen Naturschatz, den schon die alten Römer kulturell zu verwerten wussten. Dabei handelt es sich um die Thermalquellen, die seit geraumer Zeit Heilung und vor allem Entspannung versprechen.

Angesichts der vielseitigen Schätze Italien nutzen viele Besucher die Möglichkeit, das Land mit einem Mietwagen zu bereisen. Auch die geographische Form Italiens lädt dazu förmlich ein. Schließlich ist es nur ein Katzensprung von einer Seite des Stiefels zur anderen. Aber auch die bergigen Landschaften im Norden des Landes bieten mit ihren küstennahen Serpentinen ein Vergnügungsparadies für leidenschaftliche Autofahrer. Auch der berüchtigte italienische Verkehr hält davon nicht ab. Von Mailand über Florenz nach Rom, Neapel, Bari und Venedig zu fahren, ist ein unvergleichliches Urlaubserlebnis, das man sich nur schwer entgehen lassen kann.

In Italien treffen unterschiedlichste Kulturen aufeinander, was sich umso besser zeigt, je schneller die Landschaften an einem vorbeifliegen. Allerdings ist Venedig aufgrund seiner besonderen Wasserlage nicht mit dem Auto zu erreichen. Dafür erwarten die Besucher hier die weltberühmten venezianischen Gondeln, in denen sich vor allem Verliebte gern durch Venedig fahren lassen, um unvergessliche Momente gemeinsam zu genießen.

Italiens unzählige Strände machen das Land auch zu einem beliebten Ort für Badeurlaube. Vor allem im August sind die Strände jedoch hoffnungslos überfüllt, weshalb sich eher im Frühling oder im Herbst die italienischen Küsten wahrscheinlich am besten genießen lassen.

 
 
   
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