Avignon, auch „Stadt der Päpste“ genannt, ist wahrscheinlich am bekanntesten durch sein Wahrzeichen, die Saint Bénézet Brücke - die auch in dem Kinderlied “Sur Le Pont D’Avignon” besungen wird.
Der Überlieferung zufolge begann der Bau der Brücke als der junge Hirte Bénézet eine Stimme hörte, die Ihm beauftragte eine Brücke über die Rhône zu bauen. Der Legende nach, hat Bénézet die Bewohner von Avignon von seinem Unternehmen überzeugen können, indem er einen riesigen Stein alleine den Fluss hinunter rollte.
Die Brücke wurde im Jahr 1185 fertig gestellt und war damit die einzige Möglichkeit die Rhône zwischen Lyon und dem Mittelmeer zu überqueren. Dank der Maut gedieh Avignon. In 1226, unter der Belagerung von Louis VIII wurde jedoch ein großer Teil der Brücke zerstört. Obwohl sich die Bewohner dem Verbot des Wiederaufbaus der Brücke wiedersetzt haben, wurde die Saint Bénézet Brücke von weiteren Kriegen und Überflutungen beschädigt. Heute sind nur noch vier Brückenjoche der einst 22 Bögen erhalten.
Die übrig gebliebenen Bögen sind restauriert worden und die ganze Geschichte kann man heute durch eine Audio-Tour erfahren. Von dem Besucherzentrum aus hat man auch Zugang zu der im 13. und 14. Jahrhundert erbauten Stadtmauer, von der man einen Ausblick über die Rhône und der angrenzenden Landschaft, sowie die Gärten die nun den ehemaligen Stadtgraben füllen genießen kann.
Kein Besuch in Avignon ist vollkommen ohne einen Besuch des Papst Palasts (“Palais des Papes”), ein spektakuläre Festung, die die Stärke der Kirche im 14. Jahrhundert widerspiegelt. Die Führung beinhaltet über 20 Zimmer einschließlich der prächtig geschmückten Apartments der Päpste. Innerhalb des Palastes befindet sich auch das Museum des Alten Avignon, dass das mittelalterliche Leben bildlich darstellt.
Außerhalb ist das “Place du Palais” was in den Sommermonaten mit Leben sprudelt. Hier findet man zahlreiche Restaurants und Straßenkünstler. Am anderen Ende steht der “Petit Palais”, das zu Hause des Erzbischofs von Avignon. Ein Drink in den Restaurants an der Straße kann hier etwas teuer werden, jedoch ist das der ideale Platz um die Atmosphäre in sich aufzunehmen.
Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, sollte die “Petit Train” vom Stadtplatz aus für eine Tour rund um die Stadt nehmen, um sich gleich mit Ihr vertraut zu machen. Alternative kann man auch die Rampen am anderen Ende des Platzes von der Kathedrale Notre Dame bis zum öffentlichen Park, der Rocher des Doms hochlaufen. Die schattigen Bäume und kühlenden Fontänen geben einen willkommenden Rückzugsort an einem heißen Sommertag während der Aussichtspunkt ein spektakuläres Panorama bietet. Hier findet man auch ein Restaurant, Snack Bars und ein Kinderspielplatz.
Avignon ist bekannt für sein Kulturerbe und gotischen Gebäude. Auch die Neustadt ist ein Besuch wert. Es herrscht eine lebendige Atmosphäre und man findet hier auch viele Geschäfte und Boutiquen. Um die Stadtmauern herum haben sich die Antiquitätenhändler niedergelassen und Handwerker verkaufen hier alles von Lavendel bis zu landschaftlichen Aquarellen.
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